Fischadler bekommen „Ausweise“ mit Hilfe der WEMAG

03.07.2012

Gegenwärtig werden im Netzgebiet der WEMAG wieder junge Fischadler beringt.

Energieversorger gibt technische Hilfestellung für das Beringen der Jungvögel

Der WEMAG-Vogelschutzbeauftragte Jan Koppelmann (re.) hilft Steffen Thiel beim Beringen eines jungen Fischadlers. Foto: WEMAG/Rudolph-Kramer

"Die Tiere sind gerade einmal drei oder vier Wochen alt“, erläutert Steffen Thiel. Der Bezirksschornsteinfegermeister aus Laage engagiert sich ehrenamtlich für den Vogelschutz. Zusammen mit Wolfgang Köhler, dem Artenschutzbeauftragten für Fischadler und Wanderfalken in Mecklenburg-Vorpommern, kennzeichnet er die Jungvögel mit zwei Ringen aus Aluminium, damit sie ihr Leben lang wieder erkannt werden können. Technische Unterstützung erhalten sie von der WEMAG. Der regionale Energieversorger stellt den Vogelschützern eine Hubbühne und Mitarbeiter zur Verfügung, die sie auf ihrer Tour durch das Netzgebiet begleiten.

Im Adlerhorst an der Lewitzschleuse können zwei Jungtiere beringt werden – im Nest bei Rusch sitzt nur ein besonders kleiner Vogel. „Dieses Tier ist höchstens 14 Tage alt und damit zu jung für das Beringen. Die Ringe würden nicht halten. Deshalb kommen wir später noch einmal hierher“, erklärt Steffen Thiel. Den Ausweichmast in Rusch hatte die WEMAG erst im vergangenen Jahr aufstellen lassen, da das Adlerpaar schon dabei war, sein Nest auf einem Mittelspannungsmast zu bauen. „Beim Nestbau fallen immer wieder große Äste auf die Leitung. Werden diese nass, kommt es zum Kurzschluss und Stromausfall. Außerdem können sich die Tiere verletzen“, so Jan Koppelmann, der bei der WEMAG für den Vogelschutz zuständig ist.

Auch bei Brenz und Gallin sind zwei Jungtiere im Horst – bei Neuhof sogar drei. „Ein erwachsener Fischadler frisst etwa 200 Gramm Fisch pro Tag. Dabei jagt er alles, was an der Oberfläche schwimmt“, erklärt Wolfgang Köhler. In der Nähe von Gaarz befindet sich das Adlernest auf einem Mittelspannungsmast. Um hier gefahrlos eine Beringung durchzuführen, wird die Freileitung durch die Netzdienststelle Neustadt-Glewe freigeschaltet. Zusätzlich ist WEMAG-Betriebsmonteur Matthias Schneeberg vor Ort, der die Leitung erdet und kurzschließt. Um Naturschutz und Versorgungssicherheit miteinander zu vereinbaren, wurden Umschaltmaßnahmen im Netz vorgenommen. Dadurch konnten alle Stromkunden auch während der Beringung weiter zuverlässig versorgt werden.

Die WEMAG unterstützt seit vielen Jahren den Vogelschutz mit erheblichen Mitteln. Das Geld fließt nicht nur in die Ausweichmaste und die darauf montierten Nisthilfen, sondern auch in Vogelschutzhauben, die an Masten mit nach oben stehenden Isolatoren angebracht werden. Weithin sichtbar sind auch die roten Vogelwarnkugeln, die zumeist in langen Einflugschneisen Schwäne, Störche und Gänse vor den dünnen Leiterseilen warnen sollen. Nach Angaben von Jan Koppelmann ist im WEMAG-Netzgebiet die vogelschutzgerechte Ausrüstung der Mittelspannungsleitungen zu etwa 98 Prozent erreicht. Lediglich im Raum Bützow und Gadebusch sind noch einige Restarbeiten erforderlich. „Nach den Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes müssen bis Ende dieses Jahres alle Energieversorger ihre Leitungen entsprechend ausgerüstet haben“, so der Vogelschutzbeauftragte der WEMAG.

 

Über die WEMAG:

Die Schweriner WEMAG AG ist ein bundesweit aktiver Ökostrom- und Gasversorger. Regionale Verbundenheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit bestimmen das Handeln des kommunalen Unternehmens. Die WEMAG betreibt in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Niedersachsen ein 15.000 km langes Stromnetz, engagiert sich im Umweltschutz und gewinnt einen Teil des Stroms aus regenerativen Quellen. Die Stiftung Warentest bescheinigte der WEMAG 2012 ein "sehr starkes ökologisches Engagement".

Die WEMAG-Unternehmensgruppe ist einer der größten Arbeitgeber Westmecklenburgs: 570 Mitarbeiter - davon 38 Azubis - sorgen für eine sichere Energieversorgung. Unter der Marke "wemio.de" liefert die WEMAG Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen an alle Haushalte und Gewerbekunden. Seit 2011 werden klimafreundliche Gasprodukte angeboten. Hinzu kommen erhebliche Investitionen in Erneuerbare Energien, Energieeffizienzprodukte und die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung über die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG.

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