Politik und Wirtschaft diskutieren Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern

16.02.2015

Einladung der Netzbetreiber WEMAG Netz GmbH und 50Hertz

Symbolbild: Das Umspannwerk Parchim-Süd

Auf Einladung des Verteilnetzbetreibers WEMAG Netz und des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz sind am Montagabend Politik und Wirtschaft zusammengekommen, um über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern zu diskutieren. Führende Vertreter der Bundes- und Landespolitik, darunter Energieminister Christian Pegel, informierten sich aus erster Hand bei Vertretern beider Unternehmen über die Herausforderungen der Stromnetzgestaltung in ihrem Bundesland. „Besonders in Mecklenburg-Vorpommern ist der fundamentale Wandel des Energieversorgungssystems und die daraus entstehenden, sich verändernden Anforderungen an das Übertragungs- und Verteilungsnetz deutlich zu spüren. Eine intensive Abstimmung zwischen Verteilungs- und Übertragungsnetzbetreiber gewinnt immer mehr an Bedeutung in der Planung und im Betrieb“, so Energieminister Pegel in seiner Eröffnungsrede.

Ein zentrales Thema des Abends war der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2014 (NEP), den die Übertragungsnetzbetreiber im November des vergangenen Jahres an die Bundesnetzagentur zur Prüfung übergeben haben. Aufgrund der EEG-Novelle verschiebt sich der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter nach Norden und vor allem nach Mecklenburg-Vorpommern. Dadurch kommt dem Land eine Schlüsselrolle in der Energiewende zu – der Windstrom, der vor Ort nicht verbraucht werden kann, muss in die Verbrauchszentren in den Süden und Westen der Republik abtransportiert werden. “Der dafür notwendige Netzausbau wird nur im Zusammenwirken aller Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft gelingen – denn wir brauchen mehr Dialog und die Beteiligung für eine höhere Akzeptanz der Bevölkerung vor Ort, um die Ziele der Energiewende erreichen zu können, “ resümierte Olivier Feix, Leiter Kommunikation von 50Hertz.

In einer deutschlandweit einmaligen Zusammenarbeit haben sich im September 2014 die direkt am Höchstspannungsnetz von 50Hertz angeschlossenen Verteilnetzbetreiber, unter ihnen die WEMAG zusammen mit 50Hertz auf die wichtigsten Punkte für mehr Systemstabilität verständigt. Dies ist notwendig geworden, um das Energieversorgungsystem für die Zukunft gut auszurüsten. Waren in der Vergangenheit wenige große Kraftwerke im Übertragungsnetz für die zentrale Bereitstellung von Energie verantwortlich, nimmt aktuell, insbesondere durch den Ausbau der erneuerbaren Energien, die Zahl der dezentralen Energieanlagen mit zumeist wetterabhängiger Erzeugung stark zu. Daraus ergeben sich für die Netzbetreiber neue Herausforderungen für die Gewährleistung der Systemstabilität. „Zehn Punkte für die Zusammenarbeit wurden festgelegt und beschreiben die erhöhten Anforderungen an Frequenz- und Spannungshaltung sowie Betriebsführung und Versorgungswiederaufbau“, erklärt Andreas Haak, Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH, der an der Maßnahmenfestlegung von Beginn an beteiligt war. Auch soll der gemeinsame Informations- und Datenaustausch erweitert werden. „Das stärkt die Zusammenarbeit der Netzbetreiber untereinander und lässt uns neue Lösungen für die künftige Systemstabilität entwickeln“, so Haak weiter.

Über die WEMAG:

Die Schweriner WEMAG AG ist ein bundesweit aktiver Ökostrom- und Gasversorger. Regionale Verbundenheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit bestimmen das Handeln des kommunalen Unternehmens. Die WEMAG betreibt in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Niedersachsen ein 15.000 km langes Stromnetz, engagiert sich im Umweltschutz und gewinnt einen Teil des Stroms aus regenerativen Quellen. Die Stiftung Warentest bescheinigte der WEMAG 2012 ein "sehr starkes ökologisches Engagement".

Die WEMAG-Unternehmensgruppe ist einer der größten Arbeitgeber Westmecklenburgs: 570 Mitarbeiter - davon 38 Azubis - sorgen für eine sichere Energieversorgung. Unter der Marke "wemio.de" liefert die WEMAG Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen an alle Haushalte und Gewerbekunden. Seit 2011 werden klimafreundliche Gasprodukte angeboten. Hinzu kommen erhebliche Investitionen in Erneuerbare Energien, Energieeffizienzprodukte und die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung über die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG.

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